Ihr denkt wohl, Geschichte ist so leicht als Schnarps?
Gallettis Stilblüten aus dem Geschichtsunterricht

Wer kennst Schnorps (auch: Schnarps oder Schnapsen) nicht? Nein, Schnaps ist nicht gemeint. Schnorps ist ein in Gotha und Umland üblich gewesener Ausdruck für das Kartenspiel, das man heute und anderenorts meist Sechsundsechzig nennt. Während viele heutige Gothaer oder Erfurter den Ausdruck oft schon nicht mehr kennen, werden auf Dorfgasthöfen im Thüringer Land (so in Plaue, Angelroda und Elgersburg im Ilmkreis oder Meuselbach-Schwarzmühle im Krs. Saalfeld)  noch heute - auch so bezeichnete - Schnorpsturniere abgehalten. Nun also Gallettis Geschichte a la Schnarps:

Ihr denkt wohl, Geschichte ist so leicht als Schnarps? Ach, Geschichte kann man in einer Stunde lernen, aber an Schnarps muß man mehrere Jahre studiren.

Bei seiner Überfahrt von Abukir nach England enterte Nelson so viele französische Schiffe, dass er sie zuletzt in den Mastkörben unterbringen musste.

Wenn es bei Iwan dem Schrecklichen zum Biegen oder Brechen kam, so zog er stets vor zu brechen.

Die Geißelbrüder, die auch als Flagellanten ihr Unwesen trieben, waren eine Epedemie, die sich von den Anfängen des Mittelalters bis in die Ausläufer der Karpathen erstreckte.

Karl der Große besiegte die Sachsen so oft, dass sie es zuletzt gar nicht abwarteten.

Semiramis ließ 20 000 schwarze Ochsen kaufen und aus ihnen Elefanten schneiden.

Gallus wurde in Gegenwart des Volkes ermordet, und dasselbe Schicksal hatte er noch einmal durch die Hand eines Meuchelmörders.

Richard III. ließ alle seine Nachfolger hinrichten.

1794 fielen die Franzosen in Frankreich ein und schlugen alles nieder.

Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die ihm sogar das Leben raubte.

Chaliraus wurde sehr jung geboren.

Erst tötete Julianus sich, dann seinen Vater, und dann sich.

Gustav Adolph, König von Schweden, lebte kurz vor seinem Tode noch.


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